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„Panta rhei - alles fließt“
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Selbstbeschreibung

Lange Zeit lag mein Problem darin, zu erkennen, wann überhaupt von einer Suchterkrankung gesprochen werden kann. So habe ich mich oftmals gefragt, ob ich bereits ein Suchtproblem habe und ob mit dem Stellen dieser Frage nicht eh schon alles zu spät sei. In der Rückschau weiß ich nun sehr genau, worauf ich hätte achten können, um diesen schleichenden Prozess, der wohl bei jeder Person etwas unterschiedlich verläuft, zu erkennen.

Als es mir dann sogar amtlich gemacht wurde, dass ich ein Alkoholiker bin, wurde eine Entscheidung fällig. Zunächst entschied ich mich noch für den Alkohol und war der Überzeugung, dass mein Leben auch mit Alkohol funktioniert. So habe ich dann für etwa fünf Jahre bewusst damit gelebt, bis ich vor ganz anderen Problemen, finanzieller, aber auch gesundheitlicher Natur, stand. Hinzu kam ein Schlüsselerlebnis.

Wie dem auch sei, das gute an Entscheidungen ist ja, dass man sie revidieren kann. Das, was mir gestern noch als richtig erschien, muss heute nicht zwingend auch noch so sein. So fasste ich den Mut, zu einer Drogenberatungsstelle zu gehen. Darauf folgte ein recht langer Weg, über eine Entgiftung und Langzeittherapie inklusive anschließender Nachsorge, zur Abstinenz. Nun folgte das völlig unverblümte Leben mit all seinen Problemen - und das alles ohne Droge.

Das Schöne ist, dass ich damit niemals allein war und es auch heute nicht bin. Wenn ich um Hilfe bat, erhielt ich diese jederzeit und in allen Bereichen. Es gibt so viele Menschen, die gerne helfen, wenn du danach fragst. Ich habe auf jeden Fall festgestellt, dass allein die Frage nach Hilfe schon eine Entscheidung bedeutet, etwas ändern zu wollen. Im Nachhinein fiel es mir wahrscheinlich deshalb auch lange Zeit schwer mir Hilfe zu suchen.

Ich habe Lebensumstände von gut situiert bis hin zur Obdachlosigkeit hinter mir und weiß, wie schwer es sein kann, in gewissen Situationen eigene Entscheidungen zu treffen. Aber eines ist sicher, nach jeder eigenen Entscheidung ändert sich auch direkt etwas, egal wie lange der Weg danach ist.

Heute feiere ich jeden Tag, den ich abstinent verlebe, gerade weil er sich so echt anfühlt und weil ich mir endlich wieder selbst vertraue. Das ist ein Gefühl, das mir heute niemand mehr nehmen kann. Auch deshalb ist es mir ein Anliegen, andere Menschen dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg aus der Sucht zu finden.

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