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„Vergiss nie, welch wundersame Kraft zur Heilung in jedem von uns steckt, sie ist nur durch die Sucht betäubt. Sie zu suchen ist schon der Anfang vom Weg aus der Sucht.“
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Selbstbeschreibung

Ich frage mich auch heute noch manchmal, wie absehbar mein Lebensweg war…

 

Ich bin in „geordneten Verhältnissen“ aufgewachsen.

Klingt gut, nur leider war meine Mutter depressiv und mein Vater „high functional“ Alkoholiker, würde man heute sagen.

Folglich ebnete dieses den Weg für meine Co-Abhängigkeit und den erlebten Missbrauch.

Mit 11 Jahren tappte ich für einige Jahre in die erste Suchtfalle – Binge-Eating. Damals sagte man „das verwächst sich schon wieder“.

Es wurde auch besser, aber es wird auch niemanden erstaunen, dass ich mir mit 18 einen schweren Alkoholiker als ersten Partner suchte.

Die Beziehung verlief sehr toxisch und auch nicht immer gewaltfrei.

Da er sich nicht vom Alkohol trennen wollte, trennte ich mich nach 6 Jahren von ihm.

 

Ich studierte, lernte meinen späteren Mann kennen, nur leider schlich sich das nächste Problem ein: eine handfeste Bulimie.

Ich fand das lange Zeit unproblematisch ja fast „normal“, bis es mir seelisch immer schlechter ging.

Nach 14 Jahren Essstörung mit Depressionen, habe ich mir therapeutische Unterstützung gesucht und konnte dieses Kapitel tatsächlich nachhaltig schließen.

 

Nun schien mir alles gut zu sein, Studium abgeschlossen, glücklich verheiratet, Kind, Hund und Katzen, Hühner, Haus, eine Arbeit die mir Spaß brachte.

Nur leider: Vollzeit mit „Perfektionismus-Gen“.

Zu viele Stunden, zu viel Präsenz, kurz: ich hatte den Blick auf die eigenen Bedürfnisse verlernt. Das änderte sich 2008 abrupt mit drei Herzinfarkten und einer daraus resultierenden Ruhestandsversetzung zwangsläufig.

Was der Verstand nicht erkennt, regelt dann manchmal der Körper.

 

Der Umgang mit der nun vielen freien Zeit, fehlender Struktur und Anerkennung führte dazu, dass ich zunehmend mehr Alkohol konsumierte, sowohl in Gesellschaft, als auch alleine.

Nun war ich das geworden, was ich nie werden wollte, ich trank, wie mein Vater.

Zum Schluss kam noch ein Tablettenmissbrauch hinzu.

Mein Mann trennte sich an unserem 25-jährigen Hochzeitstag. Ich war an meinem persönlichen Tiefpunkt, auch seelisch gefühlt am Ende.

Glücklicherweise wusste ich da nicht, dass dieses fast zwei Jahre dauern würde, gespickt von Aufhörversuchen, der verzweifelten Suche nach Hilfe, Ablehnungsbescheiden und dem mühseligen Aufbau eines „Sicherungsnetzes“ bestehend aus Therapeuten und Suchtberatung und informierten Freunden und meiner Tochter, die an mich glaubte, als ich es schon nicht mehr tat.

Hätte ich damals keine Hilfe in Anspruch genommen und hätten nicht meine Tochter und andere Menschen an mich geglaubt, es wäre zumindest ungleich schwerer gewesen, einen Weg aus der Sucht zu finden.

 

Heute freue ich mich über jeden Tag, meine Tage sind unangestrengter, ich muss mir keine Sorgen machen, „was gestern los war“. Ich kann das Leben wieder genießen und meine Freunde und Familie auch.

 

Manchmal macht der Weg aus der Sucht Umwege, jeder muss seinen speziellen, persönlichen Weg finden, aber es lohnt sich am Ende für jeden…

 

Ich würde mich freuen, wenn ich dich dabei unterstützen kann.

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