Jürgen
SoberGuide für:
Alkohol
„Wenn ich in den Spiegel schaue, frage ich: "Alles Ok?"“
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Dienstag von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Selbstbeschreibung

Geboren 1960 in Mainz, getauft auf Jürgen, der Wilde unter vier Geschwistern. Kurzschuljahr / Hauptschulabschluss und der einzige in der Familie, der mit 14 Jahren raucht und sein erstes Cola Bier trinkt. 1975 begann ich eine Berufsausbildung und verdiente mein erstes Geld.

„Wenn du feiern kannst, kannst du auch arbeiten gehen“, so mein Papa. Das hat mich letzten Endes davor bewahrt, in der Arbeit wegen Alkohol auffällig zu werden.

Gewerkschaftsarbeit / Jugend- und Auszubildendenvertreter / Betriebsrat / Gesamtbetriebsrat / Seminarbesuche / Referentenqualifizierung / Studium an der Akademie für Arbeit, immer wurde und habe ich Alkohol getrunken.

Selbst Papa von vier Kindern habe ich darauf geachtet vor den Kindern nicht auffällig zu sein. Meiner damaligen Frau konnte ich das nicht verheimlichen.

Nach mehr als 40 Jahren stetig steigendem Alkoholkonsum (bis zu gesundheitsschädigendem Alkoholmissbrauch) bin ich seit 2016 nüchtern.

Ich möchte es nicht mehr erleben, dass aufgrund meines Saufens mein Job oder meine Ehe in Gefahr gerät, verloren- oder auseinandergeht. Bis zur Erkenntnis: „So geht das nicht weiter“ hatte ich mir bereits Diabetes, Nervenschädigungen, Bluthochdruck, eine Hauterkrankung und Depressionen eingehandelt.

Ohne die Hilfe meiner Selbsthilfegruppe und einer stationären Therapie hätte ich es nicht geschafft, dauerhaft nüchtern zu bleiben.

Heute sind die Kinder Erwachsen und stolz auf ihren Papa. Meine jetzige Frau unterstützt mich in allem was ich in der Selbsthilfe mache.

Herausforderungen/Besonderheiten

Suchtmittelmissbrauch in Betrieben und Verwaltungen ist für Interessenvertretungen und Arbeitgeber schon immer ein Thema. Beiden fällt es schwer Präventionsarbeit zu leisten. Oft wird ein Alkoholverbot eingeführt und ggf. ein betrieblicher Suchtberater gestellt. Die Hoffnung dahinter: Damit sei allem genüge getan.

Was ist der Unterschied zwischen einem Suchtkranken und dem, der Montagmorgen noch Restalkohol hat und auffällt? Also zum Beispiel nach Alkohol riecht. Der Eine ist krank, der Andere fällt auf und darf keine sich und andere gefährdenden Arbeiten verrichten.

Du hast Suchtprobleme in der Arbeitswelt? Dann nimm gerne Kontakt zu mir auf. Als ehemaliger Betriebsrat und ehrenamtlicher Arbeitsrichter kann ich dir hilfreiche Tipps geben.

Gerne kannst du dich auch über das Forum „Alkohol / Suchtmittel in der Arbeitswelt“ mit mir austauschen.

Hobbys/Interessen

  • Camping zu jeder Jahreszeit
  • Holzarbeiten
  • Lesen und Filme schauen

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