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Leichte Sprache

Ich achte auf mich Ein Beitrag in Leichter Sprache

Ich trinke seit einiger Zeit keinen Alkohol mehr.

Ich leitete lange eine Selbsthilfe-Gruppe.

Die Selbsthilfe ist sehr wichtig.

Für Menschen mit einer Sucht-Erkrankung.

Ich habe lange über mich nachgedacht.

Ich habe viel gelernt.

Ich bin krank, weil:

  • Ich ein falsches Bild von der Welt habe
  • Meine Persönlichkeit krank war.
  • Ich alles richtig machen wollte.
    Für die Menschen um mich herum.

Ich habe 3 Aufgaben gefunden.

An denen musste ich arbeiten.

Nur so konnte ich wieder gesund sein.

Die Aufgaben waren:

  1. Ich dachte: Alle Menschen wollen nur Gutes für mich.
    Das ist falsch.
  2. Ich dachte: Die Umstände müssen sich ändern.
    Dann ist wieder alles gut.
    Das ist falsch.
  3. Ich wollte es allen Menschen recht machen.

Das geht nicht!

Das waren meine 3 großen Aufgaben.

Ich habe dann überlegt:

Was ist am wichtigsten.

Das war:

Kein Alkohol mehr trinken.

Alles andere ist weniger wichtig.

Ich muss mich also immer selbst im Blick haben.

Das ist sehr schwer.

Das zu lernen, dauert sehr lange.

Ich habe mich immer gefragt:

Tut mir das gut?

Ich musste wissen:

Was tut mir gut.

Ich habe gelernt:

Nein zu sagen.

Das ist sehr wichtig.

Ich habe früher sehr oft ja gesagt.

Auch wenn ich nein meinte.

Manchmal sage ich heute immer noch ja.

Auch wenn ich nein meine.

Ich sage den Menschen dann aber:

Ich meine nein.

Ich habe 5 Fragen für mich gefunden.

Diese Fragen gehe ich immer durch.

Wenn ich ein Problem habe.

Die Fragen sind:

  1. Hilft es mir, keinen Alkohol zu trinken?
  2. Bin ich dadurch zufrieden?
  3. Komme ich dadurch in Gefahr Alkohol zu trinken?
  4. Komme ich mit den Folgen meiner Entscheidung klar?
  5. Manche Dinge kann ich nicht ändern.
    Kann ich das aushalten?

Habe ich dafür die Geduld?

Heute sage ich oft Nein.

Für Menschen wirke ich dann arrogant.

Das ist für mich okay. 

Wenn sie so denken.

Ich weiß: ich bin nicht arrogant.

Ich achte nur auf mich selbst.

Ich schütze mich selbst.

Ich habe Bekannte und Freunde dadurch verloren.

Das tut weh.

Aber:

Ich schaue dann auf meine 5 Fragen.

Dann weiß ich:

Es ist richtig so.

Zum Beispiel:

Ein Mensch bittet mich:

Er hat Geburtstag.

Ich soll an der Theke stehen.

Und Bier verteilen.

Ich muss nein sagen.

Unzufriedenheit ist schlecht.

Dann trinke ich vielleicht wieder Alkohol.

Das ist auch eine wichtige Regel.

Heute weiß ich:

Jeder Vorteil hat auch einen Nachteil.

Jeder Nachteil hat einen Vorteil.

Das alles hat mir geholfen.

Bei der Selbsthilfe habe ich viel gelernt.

Ich kann heute sagen:

Ich bin froh Alkoholiker zu sein.

Du hast noch Fragen?

Dann schreibe mir gern!

Liebe Grüße und Allen viel Kraft und Mut, euer Gerald

SoberGuide für:
Alkohol, Angehörige, Nikotin, Psychische Beeinträchtigung
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„Jeden Vorteil erkaufe ich mir mit mindestens einem Nachteil oder in jedem Nachteil steckt immer auch ein Vorteil.“
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